Eine begrenzte Entscheidung
Ein Workflow, eine Produktionsfrage und ein benannter Executive Sponsor halten das Mandat operativ und kommerziell präzise.
KI-Systemarchitektur · Wien & DACH
Die Demo liefert eine gute Antwort. Dann fragt die Bereichsleitung, wer die Entscheidung verantwortet, wer den Ausnahmefall übernimmt und wer den Ablauf stoppt, wenn die Evidenz nicht reicht. Plötzlich wandert die Antwort durch den Raum.
Das Architekturmandat ist ein klar begrenztes Beratungsmandat für einen priorisierten Workflow und eine Produktionsentscheidung. Es macht aus dieser Unsicherheit eine evidenzbasierte Managemententscheidung und eine prüfbare Betriebsarchitektur.
Entscheidungssignale
Ein Workflow, eine Produktionsfrage und ein benannter Executive Sponsor halten das Mandat operativ und kommerziell präzise.
Das Ergebnis lautet Umsetzen, Unter Auflagen umsetzen, Vor einem Pilot neu konzipieren, Nicht umsetzen oder Evidenz nicht ausreichend.
Das Mandat beschreibt Betriebsgrenze, Kontrollen und Evidenz für die nächste Entscheidung; es verspricht weder Pilot noch Produktivsetzung.
Honorar und Beauftragung
Festpreis für den Standardumfang. Die Beauftragung erfolgt nach Qualifizierung, freigegebenem Angebot und unterzeichneter Leistungsbeschreibung.
Angebot für das Architekturmandat anfordernDas operative Problem
Ein Pilot kann fachlich plausibel wirken und trotzdem operativ unklar bleiben. Sobald ein Sonderfall auftritt, verteilt sich die Verantwortung auf Fachbereich, IT, Management und Anbieter — und niemand besitzt die Entscheidung vollständig.
Das Architekturmandat beginnt deshalb nicht beim Modell und auch nicht bei einer langen Tool-Liste. Wir rekonstruieren einen konkreten Arbeitsablauf: Welche Entscheidung soll besser werden? Welche Daten gelten als ausreichend? Wer darf eine Empfehlung akzeptieren, zurückweisen oder eskalieren? Was passiert, wenn Informationen fehlen, widersprüchlich sind oder das System außerhalb seines vorgesehenen Kontexts arbeitet?
Danach wird der Ablauf als Betriebssystem lesbar gemacht: mit Verantwortungsmatrix, Befugnisgrenzen, menschlichen Prüfpunkten, Ausnahmeweg, Protokollierung und einer Ausgangsmessung. Der EU AI Act ist dabei risikobasiert; nicht jeder KI-Einsatz ist Hochrisiko-KI. Wo eine entsprechende Einstufung tatsächlich vorliegt, sind unter anderem die besonderen Anforderungen an Risikomanagement, Aufzeichnung und menschliche Aufsicht relevant. Die Einordnung muss für System, Zweck und Unternehmensrolle gesondert geprüft werden.
Systemmethode
NIST AI RMF und TEVV dienen als freiwillige Arbeitsgrundlage, nicht als Zertifikat. Das Mandat verbindet damit Geschäftsfolge, menschliche Befugnis und technische Evidenz in vier klaren Arbeitsphasen.
Executive Sponsor, priorisierten Workflow, Entscheidungsfrage, Rechtsträger, primäres Land, Evidenzort und Entscheidungsteilnehmer klären, bevor das Lieferfenster beginnt.
Reale Fälle verfolgen, wesentliche Systeme und Übergaben erfassen und Freigabe-, Übersteuerungs-, Aussetzungs-, Release- und Eskalationsrechte benennen.
Menschliche Prüfung, Ausnahme- und Stopppfade festlegen, wesentliche Risiken und Kontrollnachweise zuordnen und Architekturvarianten vergleichen, ohne Annahmen als Fakten auszugeben.
Evidenzqualität, empfohlene Architektur, verworfene Alternativen und offene Bedingungen im Executive Workshop prüfen und genau eines der fünf Ergebnisse festhalten.
Was die Zusammenarbeit liefert
Das Mandat endet mit nutzbaren Arbeitsunterlagen, klaren Grenzen und einer dokumentierten Entscheidung. Abnahme bestätigt Vollständigkeit, nicht die Zertifizierung des Systems.
Produktionsentscheidung, Geschäfts- und Investitionslogik, Evidenzgrenzen, Build-Buy-Integrate-Empfehlung, Bedingungen, Verantwortliche und nächster autorisierter Schritt.
Ist-Ablauf, Rollen, Übergaben, Ausnahmen und Entscheidungsrechte für Freigabe, Übersteuerung, Aussetzung, Release und Eskalation.
Systeme im Scope, Datenherkunft und -ziel, Schnittstellen, Eigentumsgrenzen, Anbieterabhängigkeiten und unbestätigte Single Points of Failure.
Wesentliche Risiken, präventive und detektive Kontrollen, Kontrollverantwortliche, Auslöser, Nachweise, Eskalation und Restunsicherheit.
Zielgrenze, Rollen, geprüfte Optionen, Entscheidungsbegründung, Bedingungen und Abnahmetore für eine separat autorisierte Folgephase.
Illustratives Betriebsszenario
Illustratives Szenario — keine KundenreferenzIllustratives Szenario — keine Kundenreferenz
Ein Wiener B2B-Team testet einen KI-Assistenten zur Vorbereitung komplexer Angebotsfreigaben. Die Vorschläge wirken im Termin überzeugend. Beim ersten Sonderfall fehlen jedoch aktuelle Vertragsdaten. Der Vertrieb nimmt an, die Rechtsabteilung prüfe; die Rechtsabteilung erwartet eine Eskalation aus dem System; die IT kann nur den technischen Lauf bestätigen. Das Architekturmandat ergänzt nicht einfach einen weiteren Freigabeschritt. Es benennt den Entscheidungsverantwortlichen, begrenzt die erlaubten Systemhandlungen, definiert Mindestnachweise und gibt der Ausnahme ein Ziel. Danach kann das Management entscheiden, ob es umsetzt, Bedingungen setzt, neu konzipiert, stoppt oder weitere Evidenz verlangt.
Zweck: die Methode erklären. Es wird kein Betriebsergebnis behauptet. Das Beispiel beschreibt eine mögliche Anwendung der Methode. Es behauptet kein Kundenprojekt und kein erzieltes Ergebnis.
Umsetzungsfahrplan
Das Lieferfenster beginnt erst, wenn Workflow, Sponsor, Teilnehmer, Evidenzort, Zugangsbedingungen und Arbeitstermine bestätigt sind.
Interviews, Evidenzprüfung und eine Arbeitssitzung machen Ist-Ablauf, Befugnisse, Abhängigkeiten, Risiken, Kontrollen und tragfähige Architekturvarianten sichtbar.
Der Executive Workshop prüft Empfehlung und Bedingungen und dokumentiert Ergebnis, Verantwortliche, Evidenzlücken und nächsten autorisierten Schritt.
Fragen, die vorab geklärt werden sollten
Es ist ein klar begrenztes Beratungsmandat für einen priorisierten Workflow und eine Produktionsentscheidung. Es schafft eine evidenzbasierte Managemententscheidung, eine Betriebsarchitektur und klare Bedingungen für jede mögliche Folgephase.
Ein allgemeiner Review kann viele technische oder organisatorische Fragen sammeln. Das Architekturmandat ist enger: Es endet für einen konkreten Workflow mit genau einer dokumentierten Produktionsentscheidung, definierten Liefergegenständen und klaren Grenzen.
Der Standardscope umfasst bis zu fünf wesentliche Systeme, bis zu acht Stakeholder-Interviews, eine Arbeitssitzung, einen Executive Decision Workshop, bis zu 25 repräsentative Unterlagen und zwei konsolidierte Review-Runden. Die Durchführung ist nach Erfüllung der Startvoraussetzungen in fünfzehn bis zwanzig Arbeitstagen geplant.
Genau ein Status wird dokumentiert: Umsetzen, Unter Auflagen umsetzen, Vor einem Pilot neu konzipieren, Nicht umsetzen oder Evidenz nicht ausreichend. Fehlende oder widersprüchliche Evidenz wird ausgewiesen und nicht durch Annahmen ersetzt.
Das Unternehmen benennt Executive Sponsor und Koordination, bestätigt Workflow und Entscheidungsfrage, stellt rechtmäßig zugängliche und angemessen minimierte Evidenz bereit, organisiert Teilnehmer und liefert konsolidiertes Faktenfeedback.
Ausgeschlossen sind Modellentwicklung, Implementierung, Migration, Produktivsetzung, Managed Operations sowie spezialisierte Rechts- oder Sicherheitsprüfungen. Das Mandat zertifiziert keine rechtlichen, sicherheitsbezogenen, datenschutzrechtlichen, regulatorischen, finanziellen, technischen oder produktiven Ergebnisse.
Agentisches Datenmanagement beschreibt Datenzugriff, der nicht mehr von einer Person, sondern von einem KI-Agenten ausgelöst wird: Der Agent liest, verknüpft, verändert oder gibt Daten frei. Entscheidend ist dann nicht das Werkzeug, sondern die Befugnis — welche Daten der Agent berühren darf, wer freigibt und welche Spur nachvollziehbar bleibt. Genau diese Grenzen legt das Architekturmandat für einen Workflow fest.
Ja. Der typische Ausgangspunkt ist ein mittelständisches Unternehmen in Österreich, Deutschland oder der Schweiz mit einem KI-Piloten, der im Termin überzeugt, aber noch nicht verantwortbar in den Regelbetrieb darf. Das Mandat begrenzt sich bewusst auf einen priorisierten Workflow, damit auch eine kleinere Organisation eine belastbare Entscheidung erhält, ohne ein Transformationsprogramm zu starten.
Als Systemabhängigkeit. Geprüft wird, welche Daten der KI-Workflow aus SAP, BMD oder einem vergleichbaren System bezieht, welche Rückschreibungen entstehen, wer sie freigibt und welche Kontrollpunkte das erfordert. Die Anbindung, Implementierung oder Migration dieser Systeme ist ausdrücklich nicht Bestandteil des Mandats.
Primärquellen
Die Quellen beschreiben den Kontext und stellen keine Empfehlung dar.
Angebot für das Architekturmandat anfordern
Im Erstgespräch wird geprüft, ob das Architekturmandat zur Entscheidung, zur Evidenzlage und zur Managementverantwortung passt. Das Gespräch ist kein kostenloses Audit und kein Versprechen, dass ein Pilot folgt.